"Aus meiner sozialistischen Jugendzeit habe ich viele Ideen und Ideale ins Alter gerettet. Insbesondere: Jeder Intellektuelle hat eine ganz besondere Verantwortung. Er hatte das Privileg und die Gelegenheit, zu studieren; dafür schuldet er es seinen Mitmenschen (oder „der Gesellschaft“), die Ergebnisse seiner Studien in der einfachsten und klarsten und verständlichsten Form darzustellen. Das Schlimmste – die Sünde gegen den heiligen Geist – ist, wenn die Intellektuellen versuchen, sich ihren Mitmenschen gegenüber als große Propheten aufzuspielen und sie mit orakelnden Philosophien zu beeindrucken. Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann. […] Was ich oben (Punkt 1) die Sünde gegen den heiligen Geist genannt habe – die Anmaßung des dreiviertel Gebildeten –, das ist das Phrasendreschen, das Vorgeben einer Weisheit, die wir nicht besitzen. Das Kochrezept ist: Tautologien und Trivialitäten gewürzt mit paradoxem Unsinn. Ein anderes Kochrezept ist: Schreibe schwer verständlichen Schwulst und füge von Zeit zu Zeit Trivialitäten hinzu. Das schmeckt dem Leser, der geschmeichelt ist, in einem so ‚tiefen‘ Buch Gedanken zu finden, die er selbst schon mal gedacht hat."
Wednesday, April 24, 2013
Monday, September 17, 2012
Decision Making - Obama Style
"This time he covered a lot more ground and was willing to talk about the mundane details of presidential existence. “You have to exercise,” he said, for instance. “Or at some point you’ll just break down.” You also need to remove from your life the day-to-day problems that absorb most people for meaningful parts of their day. “You’ll see I wear only gray or blue suits,” he said. “I’m trying to pare down decisions. I don’t want to make decisions about what I’m eating or wearing. Because I have too many other decisions to make.” He mentioned research that shows the simple act of making decisions degrades one’s ability to make further decisions. It’s why shopping is so exhausting. “You need to focus your decision-making energy. You need to routinize yourself. You can’t be going through the day distracted by trivia.” The self-discipline he believes is required to do the job well comes at a high price. “You can’t wander around,” he said. “It’s much harder to be surprised. You don’t have those moments of serendipity. You don’t bump into a friend in a restaurant you haven’t seen in years. The loss of anonymity and the loss of surprise is an unnatural state. You adapt to it, but you don’t get used to it—at least I don’t.”" Quoted from Vanity Fair
Thursday, September 6, 2012
Die unsympathischen Sieger (Obama)
Obama schaue dagegen wie ein Anthropologe auf das Spiel der Politik mit seinen absurden und surrealistischen Zügen, ohne ganz und gar Teil dieses Spiels werden zu wollen. Zugleich sei Obama ein immens kompetitiver Typ, der vom Basketballspiel auf dem Bolzplatz bis zum Kampf um die Präsidentschaft nur den Sieg gelten lasse. Diese Kombination lasse Obama als abgehoben und isoliert, gelegentlich gar als kompromisslos und kalt erscheinen. Diese Eigenschaften überlagerten Obamas ursprünglich pragmatischen Impuls, der sich etwa in der Berufung seiner innerparteilichen Rivalin Hillary Clinton als Außenministerin ins Kabinett und in seinen zentristischen Grundüberzeugungen zeige.
Sunday, August 26, 2012
Neil Alden Armstrong
FAMILY STATEMENT REGARDING THE DEATH OF NEIL ARMSTRONG
WASHINGTON -- The following is a statement from the Armstrong family regarding the death of former test pilot and NASA astronaut Neil Armstrong. He was 82.
“We are heartbroken to share the news that Neil Armstrong has passed away following complications resulting from cardiovascular procedures.
Neil was our loving husband, father, grandfather, brother and friend.
Neil Armstrong was also a reluctant American hero who always believed he was just doing his job. He served his Nation proudly, as a navy fighter pilot, test pilot, and astronaut. He also found success back home in his native Ohio in business and academia, and became a community leader in Cincinnati.
He remained an advocate of aviation and exploration throughout his life and never lost his boyhood wonder of these pursuits.
As much as Neil cherished his privacy, he always appreciated the expressions of good will from people around the world and from all walks of life.
While we mourn the loss of a very good man, we also celebrate his remarkable life and hope that it serves as an example to young people around the world to work hard to make their dreams come true, to be willing to explore and push the limits, and to selflessly serve a cause greater than themselves.
For those who may ask what they can do to honor Neil, we have a simple request. Honor his example of service, accomplishment and modesty, and the next time you walk outside on a clear night and see the moon smiling down at you, think of Neil Armstrong and give him a wink.”
WASHINGTON -- The following is a statement from the Armstrong family regarding the death of former test pilot and NASA astronaut Neil Armstrong. He was 82.
“We are heartbroken to share the news that Neil Armstrong has passed away following complications resulting from cardiovascular procedures.
Neil was our loving husband, father, grandfather, brother and friend.
Neil Armstrong was also a reluctant American hero who always believed he was just doing his job. He served his Nation proudly, as a navy fighter pilot, test pilot, and astronaut. He also found success back home in his native Ohio in business and academia, and became a community leader in Cincinnati.
He remained an advocate of aviation and exploration throughout his life and never lost his boyhood wonder of these pursuits.
As much as Neil cherished his privacy, he always appreciated the expressions of good will from people around the world and from all walks of life.
While we mourn the loss of a very good man, we also celebrate his remarkable life and hope that it serves as an example to young people around the world to work hard to make their dreams come true, to be willing to explore and push the limits, and to selflessly serve a cause greater than themselves.
For those who may ask what they can do to honor Neil, we have a simple request. Honor his example of service, accomplishment and modesty, and the next time you walk outside on a clear night and see the moon smiling down at you, think of Neil Armstrong and give him a wink.”
Friday, August 24, 2012
Columbus
Young Fernando Columbus: Of all the words my father wrote - and there were many - I remember these the most: "Nothing that results from human progress is achieved with unanimous consent. And those who are enlightened before the others are condemned to persue that light in spite of others."
Tuesday, August 21, 2012
Mustafa Kemal - der türkische Bismarck? der Churchill?
„Sollte ich eines Tages großen Einfluß oder Macht besitzen, halte ich es für das Beste, unsere Gesellschaft schlagartig – sofort und in kürzester Zeit – zu verändern. Denn im Gegensatz zu anderen glaube ich nicht, daß sich diese Veränderung erreichen läßt, indem die Ungebildeten nur schrittweise auf ein höheres Niveau geführt werden. Mein Innerstes sträubt sich gegen eine solche Auffassung. Aus welchem Grund sollte ich mich auf den niedrigeren Stand der allgemeinen Bevölkerung zurückbegeben, nachdem ich viele Jahre lang ausgebildet worden bin, Zivilisations- und Sozialgeschichte studiert und in allen Phasen meines Lebens Befriedigung durch Freiheit erfahren habe? Ich werde dafür sorgen, daß sie auch dahin kommen. Nicht ich darf mich ihnen, sondern sie müssen sich mir annähern.“
Zur Religion: „Sie wundern sich, dass die Moscheen sich so schnell leeren, obwohl sie niemand schließt? Der Türke war von Hause aus kein Muslim, die Hirten kennen nur die Sonne, Wolken und Sterne; [...] Der Türke verehrt nichts als die Natur. [...] Ich lasse jetzt auch den Koran zum ersten Mal auf Türkisch erscheinen, ferner ein Leben Muhammads übersetzen. Das Volk soll wissen, dass überall ziemlich das Gleiche steht und dass es den Pfaffen nur darauf ankommt zu essen.“
Notizen zu Bismarck
Bismarcks Politik in der schleswig-holsteinischen Krise folgte wie auch bei anderen Gelegenheiten keinem festen Plan. Er ging vielmehr davon aus, dass die Umstände denjenigen am meisten begünstigen würden, der sich von ihnen leiten ließ, ihnen Lösungen abgewann und sie ihnen nicht aufzuzwingen versuchte.
„Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte“
– Otto von Bismarck: Gesammelte Werke (Friedrichsruher Ausgabe) 1924/1935, Band 9, S.195/196
Brausekopf, könne nicht schweigen, sei Schmeichlern zugänglich und könne Deutschland in einen Krieg stürzen, ohne es zu ahnen und zu wollen.“
Bismarck haderte mit Auslagen für Frauen und machte zusätzlich durch den Besuch von Spielkasinos Schulden. Seinen Dienstgeschäften blieb er monatelang fern. Er versuchte später, seine Referendarausbildung in Potsdam fortzusetzen, kehrte dem Verwaltungsdienst aber nach einigen Monaten den Rücken. Er erklärte diesen Schritt rückblickend damit, dass er kein bloßes Rädchen im Getriebe der Bürokratie sein wollte: „Ich will aber Musik machen, wie ich sie für gut erkenne, oder gar keine.“
Bismarck haderte mit Auslagen für Frauen und machte zusätzlich durch den Besuch von Spielkasinos Schulden. Seinen Dienstgeschäften blieb er monatelang fern. Er versuchte später, seine Referendarausbildung in Potsdam fortzusetzen, kehrte dem Verwaltungsdienst aber nach einigen Monaten den Rücken. Er erklärte diesen Schritt rückblickend damit, dass er kein bloßes Rädchen im Getriebe der Bürokratie sein wollte: „Ich will aber Musik machen, wie ich sie für gut erkenne, oder gar keine.“
Die Schenkung des Joseph Prinz
http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=248&tektId=85&id=07
Westfalens Niedergang
„Westfalen zersplitterte seine Kräfte in lokalen Rivalitäten. Für Jahrhunderte lag es im Windschatten des Reiches.“
– Joseph Prinz, Westfalen-Historiker
Westfalen (Stammesherzogtum Sachsen)
Füllen Sie folgende Stichtwort mit Inhalt, verbinden Sie logisch und antworten Sie auf "Was macht Vreden so besonders?":
- Widukind
- Hermann
- Otto I
- Vreden - Stiftsdamengründung durch die Tochter von
- Vreden - Ein Wort für Frieden
- Pax und Vreeden (Frieden)
- Heinrich I Enkelin
- Karl der Große
Müller Armack
Im November 1947 macht Ludwig Erhard Müller-Armack zum Berater der von ihm geleiteten Sonderstelle "Geld und Kredit", die die Währungsreform vorbereitet. Wenig später spricht auch er von Sozialer Marktwirtschaft. "Müller-Armack hat die theoretischen Konzepte erarbeitet, und Erhard war der Politiker, der sie durchgesetzt hat", beschreibt Watrin die Rollenaufteilung.
Gummi-Enten
...sind der Ursprung von Roman Abramowitsch Milliarden-Imperium. Ein einziger Witz. Aber der Witz ist wahr. Prüfen Sie es nach, mittlerweile gibt es jede Biographie her - der etwas graue Geschäftstrieb wird wohl nie Bestandteil einer "autorisierten Biographie" sein können. Oder schreibt Putin über "Pussy Riot"? Siehste!
Der Wille zur Macht (Nietzsche)
„…Diese meine dionysische Welt des Ewig-sich-selber-Schaffens, des Ewig-sich-selber-Zerstörens … dies mein Jenseits von Gut und Böse, ohne Ziel, wenn nicht im Glück des Kreises ein Ziel liegt … Wollt ihr einen Namen für diese Welt? … Ein Licht für euch, ihr Verborgensten, Stärksten, Unerschrockensten, Mitternächtlichsten? … Diese Welt ist der Wille zur Macht – und nichts außerdem! Und auch ihr seid dieser Wille zur Macht – und nichts außerdem!“
God & Nietzsche aka Prometheus
God is dead. God remains dead. And we have killed him. How shall we comfort ourselves, the murderers of all murderers? What was holiest and mightiest of all that the world has yet owned has bled to death under our knives: who will wipe this blood off us? What water is there for us to clean ourselves? What festivals of atonement, what sacred games shall we have to invent? Is not the greatness of this deed too great for us? Must we ourselves not become gods simply to appear worthy of it?
—Nietzsche, The Gay Science, Section 125, tr. Walter Kaufmann
Rückgrat - Toni Schumacher
Als im März 1987 Schumachers Buch „Anpfiff“ erschien, waren dem Torhüter die Schlagzeilen sicher. Ursprünglich wollte er eine Art Zwischenbilanz seiner bisherigen Karriere ziehen, doch das Werk geriet zu einer Generalabrechnung. Die heftigsten Reaktionen riefen die massiven Dopingvorwürfe hervor. Zudem attackierte er einige seiner ehemaligen Mitspieler mit teilweise beleidigenden Äußerungen. In der Folge entwickelte sich die vorläufige Bilanz zu einem abschließenden Fazit der fußballerischen Laufbahn Schumachers in Deutschland. Nicht zuletzt wegen des gewaltigen Medienrummels wurde das Buch – von der taz in Anspielung auf Schumachers Religionszugehörigkeit genüsslich als der „katholische Vorläufer der Satanischen Verse“ bezeichnet – zum Bestseller. Insgesamt wurde es in 15 Sprachen übersetzt und ging mehr als eineinhalb Millionen Mal über die Ladentheke. Allein in Deutschland fand der Rundumschlag rund 300.000 Käufer. Auch rückblickend steht Schumacher zu der Veröffentlichung. Er betonte stets, dass er das Buch jederzeit wieder schreiben würde. Bezogen auf die für ihn negativen Folgen fügte er hinzu: „Lieber ein Knick in der Laufbahn als im Rückgrat.“
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