Monday, April 16, 2012

Spekulieren mit Soros (von Jan Fleischhauer)

Warum sind so viele reiche Menschen links? Die kürzeste Antwort lautet: Weil sie es sich leisten können.
Wer sich für linke Politik begeistert, muss ein entspanntes Verhältnis zum Geld haben, denn es wird in jedem Fall teuer, das lehrt die Erfahrung. Nach meiner Beobachtung sind es vor allem zwei Gruppen, die keinen Grund haben, sich vor linken Fortschrittsprojekten zu fürchten: Diejenigen, die immer schon vom Geld anderer Leute lebten und damit gut gefahren sind, und die Glücklichen, die ihr Vermögen schon gemacht haben (und in Sicherheit wissen).
Ein besonders schönes Beispiel für diese Art des Luxuslinken ist der Milliardär George Soros, der mit Währungsspekulationen zu beeindruckendem Reichtum gelangte und nun mit schöner Regelmäßigkeit Deutschland heimsucht, wo man ihn nicht nur für einen Kenner der Finanzmärkte, sondern auch für einen großen Denker hält. Keine Frage, Soros versteht etwas von Spekulationsgeschäften, wofür schon die Tatsache spricht, dass er seine berühmten Quantum Funds der amerikanischen Finanzaufsicht entzog und in Offshore-Paradiesen wie den Jungferninseln und den Niederländischen Antillen ansiedelte.
Weil ihm offenbar das Spekulieren irgendwann zu langweilig wurde, entschloss er sich, Bücher zu schreiben, die zwar keinen neuen Gedanken enthalten, diesen aber so kritisch unters Volk bringen, dass er seitdem ein gern gesehener Gast auf allen Foren ist, wo man sich seine Vorbehalte gegen den Kapitalismus von einem Nutznießer desselben bestätigen lässt. Dass Soros in den USA, wo er lebt, lange nicht den Ruf genießt, den er bei uns hat, kümmert hier keinen. Man kennt das Phänomen aus der Musik- oder Filmbranche: Auch David Hasselhoff hat es in den Staaten nie zu einer Popularität gebracht wie in Deutschland, deshalb tourt er, solange es seine Leber erlaubt, ja auch so fleißig durch die hiesige Fangemeinde.
Soros war gerade wieder in Berlin zu Besuch, diesmal um die Deutschen den Sparkurs auszureden. Er wurde auf Abendessen herumgereicht, wo er sich dann über die wirtschaftliche Unvernunft der Bundesregierung im Allgemeinen und der Kanzlerin im Besonderen verbreitete. In der “Zeit” durfte er ein langes Interview geben und an der Humboldt-Uni eine Rede halten. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann lassen sich die Auftritte auf zwei Botschaften bringen: Die Unternehmen sollen endlich die Löhne erhöhen, damit die Leute mehr Geld zum Ausgeben haben, und der Staat soll mit Schulden weiter die Banken stützen und die Wirtschaft ankurbeln – also ziemlich exakt die Art von Politik, die eine Reihe europäischer Staaten gerade tief in die Krise geführt hat.
Schwer zu sagen, was Soros sich dabei denkt, vielleicht hat er gerade wieder eine Wette gegen den Euro laufen. Am Ende weiß man nicht, worüber man mehr staunen soll: dass jetzt auch Hedgefonds-Manager wie Ver.di-Vertreter reden oder den heiligen Ernst, mit dem das Publikum an seinen Lippen hängt (Humboldt-Uni erste Reihe, bedächtig nickend: Joschka Fischer). Für den Gleichklang mit dem Sozialstaatsflügel gibt es wenigstens eine Erklärung: Auch der Spekulant kann ohne fremdes Geld nicht leben.

Autor: Jan Fleischhauer - kopiert ohne wirtschaftliche Nutzung dieses Artikels von der Webseite www.unterlinken.de 

Wednesday, April 4, 2012

Kostolany


Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien.
Dieser Satz stammt von André Kostolany, dem Aristoteles der Börse, an den es zu erinnern gilt, und der hier vermisst wird.
Geld wird an der Börse nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Hintern verdient.
Noch so eine spritzige und wahre Sentenz des Altmeisters, der die Weisheiten zur Aktienwelt formulieren konnte wie kein anderer. Wir vermissen seinen Esprit, seine Klugheit und seine Liebenswürdigkeit. Und wir vermissen, ihn, den Menschen.
Read more: http://stockpress.de/2010/08/07/bonvivant-und-wacher-kopf/

Friday, June 17, 2011

Westfalen



Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen,
Der in dem Schoß der Reben liegt,
Wo in den Bergen ruht das Eisen,
Da hat die Mutter mich gewiegt.
Hoch auf dem Fels die Tannen steh'n,
Im grünen Tal die Herden geh'n,
Als Wächter an des Hofes Saum
Reckt sich empor der Eichenbaum,
|: Da ist's, wo meine Wiege stand,
O grüß dich Gott, Westfalenland! :|
Wir haben keine süßen Reden
Und schöner Worte Überfluss
Und haben nicht so bald für jeden
Den Brudergruß und Bruderkuss.
Wenn Du uns willst willkommen sein,
So schau auf's Herz, nicht auf den Schein,
Und schau uns grad hinein ins Aug',
Gradaus, das ist Westfalenbrauch!
|: Es fragen nicht nach Spiel und Tand
Die Männer aus Westfalenland. :|
Und unsre Frauen, unsre Mädchen,
Mit Augen, blau wie Himmelsgrund,
Sie spinnen nicht die Liebesfädchen
Zum Scherze für die müß'ge Stund'.
Ein frommer Engel Tag und Nacht
Hält tief in ihrer Seele Wacht,
Und treu in Wonne, treu in Schmerz
Bleibt bis zum Tod ein liebend Herz.
|: Glückselig, wessen Arm umspannt
Ein Mädchen aus Westfalenland. :|
Behüt' dich Gott, du rote Erde,
Du Land von Wittekind und Teut,
Bis ich zu Staub und Asche werde,
Mein Herz sich seiner Heimat freut!
Du Land Westfalen, Land der Mark,
Wie deine Eichenstämme stark,
Dich segnet noch der blasse Mund
Im Sterben, in der letzten Stund'!
|: Land zwischen Rhein und Weserstrand,
behüt' dich Gott, Westfalenland! :|

Monday, May 2, 2011

Osama

http://www.youtube.com/watch?v=iypSeJUa49E&feature=player_embedded#at=29

Thursday, April 7, 2011

Demoskopie-Demokratie

Jürgen Habermas rechnet in seinem großen Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit dem System Merkel und der politischen Klasse ab. In einer minutiösen Auflistung der Fehler im europäischen Einigungsprozess und des politischen Elitesystem, dass Bürgerbeteiligung von Minute 0 an zu vermeiden sucht und die großen Bürgerthemen gar nicht mehr artikuliert (Stichwort: Alternativlos). Zudem kriegt die Journaille ihr Fett weg, die mit dem politischen System eng verwoben ist und mit Demoskopie eine neue Art von opportunistischem Gesamtkonzept beschwört, dass mit dem alten Demokratieverständnis gar nichts mehr zu tun hat. Habermas, danke dafür! Mehr hier

Friday, March 25, 2011

Sunday, March 20, 2011

Innovation, Evolution oder Perfektion?

Nathan Myhrvold hatte mal die heute mit allzu viel Trauer beseelte Rolle des Chief Technology Officers von Microsoft inne. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich dauernd selbst zu innovieren und beständig in seinen Interessen Neuland zu entdecken, zu perfektionieren und geradezu genial zu agieren. Die Bandbreite seiner Interessen wie die Tiefe, mit der er diese erschließt, beeindruckt. Dazu zählt neben seiner Zeit als Software-Architekt und Erfinder mit zahlreichen Patenten (er begann mit 13) ein profundes Interesse an Wildlife-Photography, eine Venture Capital Firma, Stifter, ein Aktivist in Umweltfragen und, das finde ich dann die Kulmination des ganzen, ein Meisterkoch. Lernte er anfangs noch in traditioneller, französischer Tradition, verwissenschaftlichte er zunächst diese, deskribierte sie biochemisch und dokumentierte die Tradition des neuen Kochens, meist äußerst technisch Molekularküche genannt. Ergebnis ist nun ein ultimatives Kochbuch, wo Myhrvold auf 2500 Seiten den Einsatz von Laserschneidern, 3D-Printern, Zentrifugen und Protonenkanonen zur Erstellung von Pommes Frites beschreibt. Ein Burger braucht 30 Stunden Vorbereitung, die Fritten werden mit Ultraschall beschossen. Nicht alles ist zum Nachahmen empfohlen, aber wer hat auch schon eine Zentrifuge in der Küche stehen? Mehr

Monday, March 7, 2011

Googleberg

Politik ist die Chance für Leute, die nicht gut aussehen und weder singen noch tanzen können, sehr, sehr prominent zu werden. Wenn sie dann auch noch - wie Guttenberg - gut aussehen, singen und tanzen, sind sie kaum aufzuhalten. Bis sie an sich selber scheitern. Ein brillianter Artikel seziert das Problem "Googleberg" von A-Z in der FAZ. Wie Ken den Kopf verlor. Mehr

Sunday, February 20, 2011

Machiavelli


"Stolze und feige Menschen sind dreist, solange ihnen das Schicksal günstig ist, in der Not aber werden sie kleinlaut und bescheiden." Nicollo Machiavelli

Monday, February 14, 2011

Playful Innovation of the Right Side of the MIND

Innere Angelegeheiten oder "Angst vor China"

Unsere Gesellschaft wird zunehmend von Ängsten geprägt. Angst vor allem Fremden. Schweinegrippe. Terrorismus. Klimakatastrophe. Diffuse Ängste scheinen geradezu symptomatisch für eine Risikogesellschaft zu sein, die elementare Risiken und unwahrscheinliche Gefahren kaum noch zu unterscheiden weiß. Hier tun Medien ihr übriges, die gerne gehetzt von Nachricht zu Nachricht eilen, ohne eine eigentliche Einordnung des Geschehens zu leisten. In demokratischen Industrieländern ist die Angst vor dem chinesischen Erfolg immer massiver, ähnlich wie es der Erfolg vor dem japanischen System in den 80ern war. Jetzt aktuell: China, der Klimaschänder und Sündenbock! Man sagt: China als dominate Wirtschaftsmacht stärkt den Totalitarismus, sie stärke anti-demokratische Tendenzen und unterminiere die Menschenrechte, die ja universell seien. Dabei braucht China seinen wirtschaftlichen Aufschwung wie die Luft zum Atmen. Kommt das Wachstum ins Stocken, so werden gleich hundert Millionen Wanderarbeiter ohne Lohn und Brot sein - Gefahr für das politische Gleichgewicht. Man könnte zynisch sagen: China hat soviel eigene Probleme zu lösen, für das Klima hat es aktuell noch keine Zeit.

Helmut Schmidt, unser Elderstatesmen, unterscheidet hilfreich zwischen Rotchina und dem historischen China. Man muss beides kennen, um China zu verstehen. Das alte China war ebenso schon autoritär geführt wie das Heutige, kannte keine Menschenrechte, ist aber im Unterschied zum leninistischen Marximus kein eigentlich kommunistisches Land. China hat den Kommunismus mit dem Konfuzianismus vermählt und unter Deng Xioping die kapitalistische Form des Wirtschaftens für sich reformiert und dienbar gemacht. Diese Formel ist in Anbetracht der großen Arbeitsressourcen des Bauernstaates China ein Erfolgsmodell, dass allerdings auch bewußt auf die laotsistische Glücksformel immer mehr verzichtet und dem Materialismus frnt wie auch auf einen Schutz der Natur scheinbar mehr und mehr verzichtet. Neben Konfuziamismus, Daoismus und Buddhismus ist natürlich der Kommunismus eine weitere Säule. Es wird sich noch erweisen, wie gut die regierende Partei in der Lage ist, sich in Anbetracht massiver Veränderungen und globaler Problem wie der Klimaproblematik zu reformieren. Die Elite in China ist nicht dumm, sie kämpft sicher mit Korruption, doch weiß Sie um die Schwierigkeiten eines 1,6 Milliarden Volkes und weiß es in Anbetracht dieser Herausforderungen hervorragend zu führen. Der rasante Aufstieg, die Chancen und die grundsätzlich verbesserte Versorgung des chinesischen Volkes sind, so sagte Helmut Schmidt, die vielleicht größten politischen Leistungen des 20. Jahrhunderts gewesen. Das verdient erstmal Respekt. Andere Länder schaffen es nicht, Bürgerkriege zu verhindern und ihre Menschen zu ernähren. China hat dass, wenn auch teilweise mit Gewalt, bei 1,6 Milliarden Menschen geschafft. Ist China also eine Bedrohung für das westliche Erfolgsmodell?

Ja und Nein, wenn auch die Angst vor einem feindlichen, agressiven China unbegründet ist. China war nie, übrigens im Gegensatz zu Deutschland, Japan oder die USA, auf Eroberungsfeldzügen unterwegs. Tibet oder Taiwan ist damit nicht zu verwechseln, es handelt sich aus Sicht der Chinesen hier nicht um eine Eroberung und ihr Landgewinn kennt Grenzen. Eher zeugt die Angst in westlichen Ländern von der Unkenntnis und der Befremdung vor China. China hat viele Facetten - natürlich gab es den Langen Marsch, die Tötungen durch Mao, die Verfolgung von Dissidenten, Kulturverfolgung, ungebildete Massen, die neue Protzsucht der Neureichen, die Zerstörung der natürlichen Ressourcen, all das ist China. Aber es ist eben nicht alles, das Positive muss immer mehr betont werden. China ist ein Riese. Ein Drache, der vielleicht lange geschlafen hat. Aber China war bereits mehrmals das mächtigste Land der Erde, nur dass die Auswirkungen heute global spürbar sind. Und da liegt auch die aktuelle, reale Gefahr: China ist taktisch klug und feiert seinen Erfolg und seine Souveränität auf der Weltbühne. Gleichzeitig will es sich nicht Industrieland nennen und nimmt, dort wo es ihm dient, die Rolle des Schwachen ein. Oder wie in Kopenhagen gar als Spokesman der Entwicklungsländer, was gründlich schief ging. China muss nämlich lernen, dass aus so viel Erfolg und Macht auch Verantwortung wächst. Nicht nur für sich selbst, sondern heute auch für die Welt. Das ist für China sicher etwas Neues.

Natürlich strebt China weiter nach wirtschaftlichem Einfluss, aber gleichsam werden seine Produkte weltweit auch gebraucht. Zu diesen Preisen können Industrieländer nicht die Massen versorgen, die China ernähren und andere Länder noch hinzu. Es darf nicht zum ökologischen Schaden der Welt geschehen, den China wirtschaftet ohne Rücksicht auf seine Ressourcen (der Einzelne zählt in China wenig, China ist alles). Das China wirtschaftlich stark ist, stärkt das ganze System, in dem wir auch wirtschaftlich leben. Konkurrenz gehört dazu, sie belebt das Geschäft auch bei uns, bedroht natürlich die sicher geglaubten Pfründe, die man sicher glaubte (also auch Löhne und Preise). China ist kein Staat, der erobern muss. China ist gross und kein Missionar, wie es die USA gerne sind. Sie vertreten keine feindliche Weltanschauung, denn China hat genug Kämpfe mit sich selbst auszufechten. Der chinesische Drache sprüht Glanz, er kann auch Feuer spucken, doch es ist nicht sein Wesen böse zu sein. Da können die Chinesen von Erfahrungen mit Japanern von ganz anderen Erfahrungen sprechen. Das darf man auch nicht ignorieren, wenn Japan und China schwere Diskussionen miteinander führen, sie haben sich tiefe Wunden zugefügt. Man sollte den Drachen eben nur nicht über Gebühr reizen. Der Drache kann weise sein, wenn man ihn läßt und ihn seiner Rolle die entsprechende Bedeutung gibt.

So ist es ebenso weise von Helmut Schmidt, dass er seine Erfahrungen tituliert: "Man darf sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines anderen Volkes einmischen." Damit hat er einen unheimlich wichtigen Satz gesagt, der in China, in Afghanistan, ja selbst innerhalb Europas zu beherzigen ist. Es ist nicht dienlich, jemanden seine Fehler vorzuwerfen oder ihn zu formen - es provoziert, es ist ein Angriff in sein "Revier" und es hilft ebenso nicht, das Vehrhalten langfristig zu ändern. Diese Formel hätte die Welt auch in Kopenhagen, auf der Weltklimakonferenz beherzigen sollen, als die USA Klimakontrollen in China forderte. Das ist eine unerhörte Provokation gewesen, die Chinesen lassen sich eben nicht von anderen kontrollieren in inneren Angelegenheiten und geben ihre Souveränität nicht grundlos auf. Es ist auch ein Beweis amerikanischen Misstrauens und eine Machtgeste des Westens, sowas zu fordern. Amerika ist gut beraten, hier zunächst auf sich selbst zu schauen - auch wenn Sie politisch die Werte vertreten, die auch meine eigenen sind. Ich halte Demokratie, freie Meinungsäußerung und meine Menschenrechte für unverzichtbar. Aber sie sind natürlich nicht universelle Rechte - nur die ganze Welt hätte sie zu solchen machen können, es waren aber die Amerikaner, die sie zu universellen Rechten gemacht haben - die Chinesen hatte man nicht gefragt und sie sehen Menschenrechte eben ganz anders. Es ist ignorant, die chinesische Geschichte als unvollständig abzutun - sie ignoriert die Menschenrechte des Westens als unpraktikabel.

Aus unserer Sicht sollte es genügen, diese Werte zu leben und seine Freiheit zu genießen. Man darf sie niemals anderen aufzwingen, die diese Werte für sich nicht als richtig und wahrhaft erkennen können. Das ist weise. Jeder, das wußte schon die Aufklärung, soll nach seiner Facon glücklich werden. Alles andere erzeugt nur Konflikt und auch Krieg. Noch ist Platz genug auf dieser Erde und man darf nicht vergessen, dass die Chinesen als erstes Land mit einem Überbevölkerungsproblem den Mut hatte, die 1-Kind-Politik durchzusetzen - mit allen Folgen, die das mit sich bringt. Die Welt sollte China dafür danken - denn irgendwann wäre sonst auch China für die Chinesen zu klein geworden und die hätten nicht nur mehr Ressourcen gebraucht, sondern immer mehr Raum. Angst vor China ist unbegründet, solange der Westen den Rest der Welt mehr ängstigt als andersherum. Kolonien in Afrika, der nahe Osten, Russland - überall dort, wo es zu Verwerfungen und Kriegen kommt, waren äußere Einflüsse am Werk, die dort nicht hingehörten. Daran sollte sich der Westen erinnern, wenn er aus eigener Angst heraus Schuldige sucht - er braucht davor keine Angst zu haben, nur vor sich selbst. China dagegen sollte Mut haben, dass zu tun, was es tun muss: Seine Verantwortung gerecht zu werden, die große Macht mit sich bringt und weise wie demütig, nur nie übermütig und vorschnell zu handeln. Was nicht nur China, sondern alle lernen müssen aus Kopenhagen, dass ist etwas ganz anderes: Ein Wirtschaftsmodell zu bauen, dass nicht nur daraus besteht, natürliche Ressourcen zu verschwenden, sondern einen neuen Kapitalismus schafft - den "grünen" Kapitalismus, der auch der Umwelt einen Wert beimißt.

Saturday, February 12, 2011

Cairo

A tourist in Cairo spots three photographs on the wall of a restaurant: one of Nasser, another of Sadat, and the third of Hosni Mubarak. He asks the owner who the first man is, and the owner tells him it's the man who overthrew the Egyptian monarchy and served as the country's president. "Who's the second man?" the tourist wants to know. "That's Anwar Sadat, our next president," comes the reply. "He made peace with Israel but was assassinated in 1981." Next the tourist wants to know who the third man is. "Him?" says the restaurant owner. "That's my business partner's father" - A popular joke in Egypt

Buddhas of Bamyian

Erich Fromm: Der angepaßte Mensch